Dienstag, 4. Juli 2017

[Rezension] The Girl Before - Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot. von JP Delaney

Paperback 13,00€ / eBook 9,99€

Klappentext

Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich nicht allein bin. Manchmal glaube ich, dass dieses Haus mich beobachtet. Etwas muss hier geschehen sein. Etwas Schreckliches.

Nach einem Schicksalsschlag braucht Jane dringend einen Neuanfang. Daher überlegt sie nicht lange, als sie die Möglichkeit bekommt, in ein hochmodernes Haus in einem schicken Londoner Viertel einzuziehen. Sie kann ihr Glück kaum fassen, als sie dann auch noch den charismatischen Besitzer und Architekten des Hauses kennenlernt. Er scheint sich zu ihr hingezogen zu fühlen. Doch bald erfährt Jane, dass ihre Vormieterin im Haus verstarb – und ihr erschreckend ähnlich sah. Als sie versucht, der Wahrheit auf den Grund zu gehen, erlebt sie unwissentlich das Gleiche wie die Frau vor ihr: Sie lebt und liebt wie sie. Sie vertraut den gleichen Menschen. Und sie nähert sich der gleichen Gefahr.



Meine Meinung

JP Delaney schafft ab dem ersten Kapitel eine spannende Atmosphäre, sodass ich das Buch in zwei Tagen durch hatte. Getrieben von dem "Wissen wollen", was mit Emma passiert ist und wie es für Jane nach ihrem Einzug in Folgate Street 1 weiter geht.
Wir haben in diesem Buch viele gestörte Charaktere, was es nicht einfach macht, sich von Irreführungen in diesem Buch fernzuhalten. Emma und Jane, die abwechselnd ihre Geschichte erzählen, berichten beide von traumatischen Erlebnissen aus ihrer Vergangenheit, weshalb sie einem Einzug in Folgate Street 1 für gut heißen. Edward, der attraktive und kontrollsüchtige Architekt von Folgate Street 1, der ebenfalls ein traumatisches Erlebnis im Gepäck hat und dann ist da noch Simon, ein sympathisch wirkender, verlassener Mann, der alles für Emma tun würde. Keiner der Charaktere wirkte auf mich unsympathisch, sie alle haben eine Geschichte, die ich spannend und absolut stimmig für das Buch empfand. 

Zwischen Emmas und Janes wohnen in Folgate Street 1 gibt es eine zeitliche Diskrepanz. Der Stil gibt es vor, dass wir beide Geschichten abwechselnd erfahren, jedoch fast den identischen Verlauf erleben. Diese Technik macht das Buch noch spannender und sorgt dafür, dass der Leser noch mehr in den Sog von psychotischen Verhalten gezogen wird. 

Nach und nach wird der Spannungsbogen immer größer und die Geschichte um die Protagonisten erschließt sich immer mehr, bis man zuletzt tatsächlich eine Überraschung erlebt. Und das meine ich nicht nur im Hinblick darauf, wer mit Emmas Tod zu tun hat, sondern auch die Geschichte um Jane hat mich am Ende doch überrascht. 

Die wirklich stimmige Geschichte und der dazu passende gute und einfache Schreibstil sorgen für ein nettes Lesevergnügen. Zwischen den Kapiteln erwarten den Leser spannende Fragen zum selbst beantworten, die mich an diese psychologischen Tests aus Zeitschriften erinnert haben und dem Buch noch ein bisschen mehr psychothrill verliehen haben.

Fazit

JP Delaney schafft einen spannenden und lebendigen Thriller, den ich gerne zur Hand genommen habe. Hier und da vielleicht nicht perfekt, aber insgesamt sehr gut und zu empfehlen. 



Vielen Dank an den Penguin Verlag, für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares. 

Freitag, 30. Juni 2017

[Rezension] Into the Water - Traue keinem. Auch nicht dir selbst. von Paula Hawkins

Broschiert 14,99€ / eBook 12,99€

Klappentext

»Julia, ich bin’s. Du musst mich anrufen. Bitte, Julia. Es ist wichtig …« In den letzten Tagen vor ihrem Tod rief Nel Abbott ihre Schwester an. Julia nahm nicht ab, ignorierte den Hilferuf. Jetzt ist Nel tot. Sie sei gesprungen, heißt es. Julia kehrt nach Beckford zurück, um sich um ihre Nichte zu kümmern. Doch sie hat Angst. Angst vor diesem Ort, an den sie niemals zurückkehren wollte. Vor lang begrabenen Erinnerungen, vor dem alten Haus am Fluss, vor der Gewissheit, dass Nel niemals gesprungen wäre. Und am meisten fürchtet Julia das Wasser und den Ort, den sie Drowning Pool nennen …









Meine Meinung


Das Cover allein war hier Schuld, dass ich das Buch unbedingt lesen wollte, denn der Klappentext kam diesmal gar nicht sooo gut bei mir an. Aber nachdem ich in ihrem vorherigen Buch neben der Story vor allem Paula Hawkins Schreibstil ungewöhlich, aber gut fand, hatte ich auch hier zunächst keine Zweifel. 

Schnell wird im Buch klar, dass nicht nur der Tod um Nel Abbott das große Thema ist, sondern so gut wie alle Bewohner in Beckford eine geheimnisvolle Vergangenheit haben. Und da kommen wir dann auch schon zum Problem. 
"Into the Water" besteht aus so vielen Charakteren, die uns alle ihre Geschichte erzählen wollen, sodass ich manchmal schon durcheinander gekommen bin und die Seiten auch nochmals gelesen habe, um nichts zu verpassen. Diese Geschichten sind nur leider meines Erachtens wenn überhaupt mäßig spannend, sodass ich das Lesen als mühsam empfunden habe. Der auch hier gute Schreibstil konnte meine Enttäuschung auch nicht lindern, sodass ich nach Pausieren und neuem Lesen einfach aufgegeben habe. Ich habe ca. die Hälfte des Buches gelesen, aber selbst wenn man den Eindruck hatte, dass es jetzt zu einer Aufklärung kommt, zog es sich nur erneut weiter hin. 
Niemand aus diesem Buch hat es geschafft, dass ich seine oder ihre Geschichte verfolgen wollte, sie wirken allesamt eher unsympathisch und anstrengend. 
Die Konsequenz daraus ist, dass ich das Buch abgebrochen habe und ich habe nicht den Eindruck, dass ich etwas verpasse. 


Fazit 

Mühsames und langatmiges Buch. Schade um den super Schreibstil, aber ohne fehlenden Spannungsbogen kann ich das Buch nicht weiter empfehlen. 



Vielen Dank an den Blanvalet Verlag, dass Sie mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. 





[Rezension] Murder Park von Jonas Winner

Broschiert 12,99€ / eBook 9,99€


Klappentext

Zodiac Island vor der Ostküste der USA: ein beliebter Freizeitpark – bis dort ein Serienmörder drei junge Frauen auf bestialische Weise tötet. Der Täter Jeff Bohner wird schnell gefasst, der Park aber geschlossen. Die Schreie der Opfer scheinen vergessen zu sein. 20 Jahre später: Die Insel soll zur Heimat werden für den Murder Park – eine Vergnügungsstätte, die mit unseren Ängsten spielt. Paul Greenblatt wird zusammen mit elf weiteren Personen auf die Insel geladen. Und dann beginnen die Morde. 









Meine Meinung 


Als Fan von Freizeitparks hat mich das Cover sofort angesprochen. Es sieht so schön düster aus und im Zusammenhang mit dem Klappentext passt das Cover einfach super. 

Ein Freizeitpark, der einem Mörder gewidmet wird. Ein Freizeitpark, der mit den Ängsten der Gäste spielt. Für mich war völlig klar: auf nach Zodiac Island! 

Schon während der Überfahrt vom Festland auf die Insel habe ich mir meine Mitfahrer genauer angesehen und war da schon völlig fasziniert von der Auswahl und gespannt auf die drei bevorstehenden Tage im Park. Informationen gab es zwar, aber da war noch so viel Raum zum Spekulieren. Aber viel Zeit für Spekulationen blieb nicht, denn nach einem 'Herzlich Willkommen im Murder Park' ging die rasante Achterbahnfahrt meiner Gefühle und Gedanken los. Hatte ich gerade angefangen Sympathiepunkte auf die anderen Gäste zu verteilen, habe ich SOFORT damit aufhören müssen, denn der Mörder hatte bereits begonnen sein Vergnügen auszuleben. Und wer der Täter war? Keine Ahnung! Mehrfach war ich so sicher, dass ich es weiß, aber bis zum Ende der drei Tage war es jeder einmal und niemand. Der Spannungsbogen war die gesamte Zeit so weit oben und Zeit zum Erholen gab es kaum. Dass es vorweg Informationen zu jedem Mitreisenden gab, ahnte ich, denn nicht alle waren hier still und jeder war darauf bedacht, dass nicht er selbst als Mörder dargestellt wird. Ich hatte gruselige und emotionale Momente auf Zodiac Island. Ich habe eine Vorgeschichte. Jeder hatte eine Vorgeschichte. Ich bin Paul. Du ist Paul. Denn mein Schöpfer hat es geschafft, dass ich mich in deinen Kopf festsetze, dass wir gemeinsam drei Tage im Murder Park verbringen. Du möchtest die Geschichte nahezu verschlingen, du wirst denken, dass du alles durchschaust und am Ende wirst du wissen, dass mein Schöpfer mit seiner Idee und seinem bildhaften, einfachen  Schreibstil eine grandiose Arbeit vollbracht hat. Ich kann dich nur ermutigen. Ja, wir werden vielleicht ein paar persönliche Grenzen überschreiten, aber macht nicht auch das eine gute Geschichte aus? Komm mit mir nach Zodiac Island und begebe dich auf eine mörderische Tour durch den einst so familienfreundlichen Vergnügungspark. Lass uns gemeinsam mit unseren Ängsten spielen, jegliche Moral ablegen und eine wirklich spannende Zeit ohne die lästigen Alltagsgeschichten erleben und vielleicht auch überleben... herzlich Willkommen. 






Fazit

Für mich ein absolutes Lesehighlight in diesem Jahr. Spannend, unvorhersehbar und grandios umgesetzt! 


Vielen Dank an den Heyne Verlag, dass ich dieses Buch rezensieren durfte!

Mittwoch, 7. Juni 2017

[Gewinnspiel] Sailor Moon



Liebe Leser/Follower der BlogBücherei,

ich möchte gerne an einen von euch eine Überraschung rund um Sailor Moon verlosen.
Damit sind nicht die abgebildeten Bücher auf dem Bild gemeint; die bleiben schön bei mir bzw. ziehen nach dem Lesen wieder bei meiner Schwester ein 😋

Um was für einen Gewinn es sich handelt, werde ich euch nicht verraten.

Das Gewinnspiel läuft vom 07.06.2017 bis zum 30.06.2017 um 23.59 Uhr. 


Was ihr dafür tun müsst?

1. folgt mir hier auf Blogspot. Das Gewinnspiel soll für meine Follower sein und als Dankeschön gelten. 

2. schreibt unter diesem Beitrag einen Kommentar und beantwortet mir, welche Sailor Kriegerin ihr am Liebsten mögt und warum. 
3. ihr dürft, aber müsst natürlich nicht, das Gewinnspiel auf den Social Media Kanälen teilen.


And the winner is ....



*Teilnahmebedingungen*
- Nur Teilnehmer aus Deutschland.
- Die Gewinner werden ausgelost und stimmen durch ihre Teilnahme zu, namentlich auf meiner Facebookseite, sowie hier auf meinem Blog genannt zu werden.
- Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
- Eure Daten werden ausschließlich für das Gewinnspiel und den Versand benutzt und danach gelöscht.
- Eine Haftung für den Versand ist ausgeschlossen.
- Meldet sich der Gewinner auf meine Nachricht innerhalb von 48 Stunden nicht, wird neu ausgelost.
- Dieses Gewinnspiel steht in keinerlei Verbindung zu Blogspot oder Google. 

[Leserunde] Es von Stephen King


Taschenbuch 14,99€
Am 21. September ist es soweit. Stephen Kings Meisterwerk "Es" wird als Remake im Kino erscheinen. Grund genug, dass das Buch derzeit wieder in aller Munde ist und viele Lese- und Filmeliebhaber sich den Roman vorher (noch mal?) zu Gemüte führen. 

So auch ich, die das Buch aus Angst vor schlaflosen Nächten noch nie gelesen hat, den bisherigen Film mit einem Auge geschaut hat und nun denkt, dass das gesetztere Alter von 29 Jahren genau das richtige Alter ist. Aber ich werde mich nicht allein gruseln. Gemeinsam mit Andrea von LeseBlick und vielen weiteren Lesern und Bloggern, werde ich das Buch ab dem 17.07.2017 innerhalb einer Leserunde lesen. Wenn du dich jetzt auch angesprochen fühlst, dann melde dich gerne bei Andrea und reise mit uns gemeinsam (zurück) nach Derry, Maine. 






Donnerstag, 1. Juni 2017

[Rezension] Noch mehr essen ohne Kohlenhydrate von Alexander Grimme

Paperback 12,99€ / E-Book 9,99€

Info 

Alexander Grimme zeigt, dass kohlenhydratarmes Kochen spielend leicht sein kann. So gelingt die Ernährungsumstellung mühelos und mit viel Genuss. 

- Frühstück, Mittag, Abend: Kreative Rezepte für jeden Tag

- Kleine Snacks für zwischendurch oder das nächste Partybuffet

- Low-Carb für unterwegs: Leckeres zum Mitnehmen 

- Perfekte Planung dank Schwierigkeitsstufen, Nährwert- und Zeitangaben






Meine Meinung

Nachdem ich von "Essen ohne Kohlenhydrate" total begeistert war, habe ich nun auch schon ein paar Rezepte aus "Noch mehr Essen ohne Kohlenhydrate" von Alexander Grimme ausprobiert und muss auch hier wieder großes Lob aussprechen. 
Die Aufmachung des Buches gleicht exakt seinem Vorgänger. Auch hier besticht es durch eine ansprechende und übersichtliche Darstellung. 

Einzig anders ist, dass uns 60 neue Rezepte aus dem Bereich Low-Carb erwarten. Sorgt auf jeden Fall für noch mehr Abwechslung auf dem Tisch, stillt den Hunger absolut und ruft nach einer kompletten Ernährungsumstellung, um nicht nur gesünder und bewusster zu essen, sondern um auch noch die Waage zu entlasten. 

Alexander Grimme hat mit Low Carb und Sport selbst 16kg abgenommen und bietet auch jeder Frau und jedem Mann mit seinen Rezepten die Chance. Also, warum nicht wahrnehmen? Low Carb heißt ja nicht No Carb. Auf die Töpfe fertig los! 

Fazit

Absolute Kaufempfehlung ☺ Und das könnt ihr hier -> 


~ Vielen Dank an die Verlagsgruppe Random House Bertelsmann, dass Sie mir "Noch mehr Essen ohne Kohlenhydrate" von Alexander Grimme als        
Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben ~


Mittwoch, 31. Mai 2017

[Rezension] Essen ohne Kohlenhydrate von Alexander Grimme

Paperback 12,99€ / E-Book 9,99€

Info

Der Senkrechtstarter im Food-Bereich: Alexander Grimmes einfache, schnelle und köstlichen Rezepte überzeugten in kürzester Zeit zehntausende Leser und Hobbyköche. Denn sie zeigen, dass Low-Carb weder kompliziert noch aufwändig sein muss und gesundes Essen Spaß macht. Spielend leicht gelingt so eine ausgewogene Ernährung an jedem Tag. 
Der Bestseller komplett überarbeitet und mit 15 zusätzlichen Rezepten, einer kurzen Einführung in das Thema "Low-Carb" und einem ausführlichen Register zur Rezept- und Zutatensuche. 




Meine Meinung

Wer kennt sie nicht, die guten Vorsätze? 
Einer dieser Vorsätze ist meist, sich in diesem Jahr gesünder und bewusster zu ernähren. Auch ich hatte diesen Vorsatz für 2017. Nun habe ich das große Glück dass 2017 noch lange nicht vorbei ist, aber die Zeit rennt und die Töpfe stehen bisher eher still. Viel zu schnell ist die Nummer des Lieferservice gewählt, der Mann auf dem Weg von der Arbeit nach Hause angerufen, ob er nicht doch was mitbringen kann, oder auch einfach nur ein Butterbrot gezaubert. Viel zu schnell ausreden gefunden, wieso auch diesmal keine Zeit zum gesunden Kochen blieb. 
Totaler Unsinn. Damit soll nun Schluss sein...

Auf der Suche nach geeigneten Rezepten, die nicht nur gesund und bewusst sind, sondern auch ansprechend und einfach, bin ich tatsächlich auf ein Kochbuch gestoßen, welches mir auf Anhieb gut gefiel. 
Das Kochbuch "Essen ohne Kohlenhydrate" von Alexander Grimme fiel mir vor allem deshalb direkt auf, da ich kurz vorher noch mit einer Bekannten über die Low-Carb-Ernährung gesprochen habe. Herr Grimme verspricht in seinem Buch 55 Rezepte, die schnell, einfach und auch teilweise vegetarisch/vegan zubereitet werden können. 

Und das stimmt! Tatsächlich begeistert mich dieses Kochbuch! 
Die Rezepte gelingen und sind lecker, wenn auch manchmal etwas gewöhnungsbedürftig. Kürbis-Pommes oder Brokkoli-Cheese-Nuggets stehen halt bei den wenigsten Menschen auf dem Speiseplan, sollten aber definitiv mal ausprobiert werden. 

Die Buchseiten des Kochbuches sind angenehm stabil, die Rezepte übersichtlich dargestellt und machen dank der schönen Illustrationen direkt Hunger. Die angegebene Zeit für die Vorbereitung und das Kochen selbst gilt wohl eher für erfahrenere Köche. Ich brauche da immer etwas länger, was aber nicht schlimm ist. 


Ach ja, meinem zweijährigen Sohn,der größte Kritiker meiner "Kochkünste", schmecken die Rezepte bisher auch sehr gut und Mithelfen geht zum Glück auch immer. 



Fazit

Ansprechend, lecker und hilfreich - gerne mehr davon! Das Buch hier kaufen -> 


~ Vielen Dank an die Verlagsgruppe Random House Bertelsmann, dass Sie mir "Essen ohne Kohlenhydrate" von Alexander Grimme als                                                                                Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben ~

[Rezension] Paper Princess - Die Versuchung von Erin Watt

Paperback 12,99€ / E-Book 9,99€

Klappentext 

Ellas Leben war bisher alles andere als leicht, und als ihre Mutter stirbt, muss sie sich auch noch ganz alleine durchschlagen. Bis ein Fremder auftaucht und behauptet, ihr Vormund zu sein: der Milliardär Callum Royal. Aus ihrem ärmlichen Leben kommt Ella in eine Welt voller Luxus. Doch bald merkt sie, dass mit dieser Familie etwas nicht stimmt. Callums fünf Söhne – einer schöner als der andere – verheimlichen etwas und behandeln Ella wie einen Eindringling. Und ausgerechnet der attraktivste von allen, Reed Royal, ist besonders gemein zu ihr. Trotzdem fühlt sie sich zu ihm hingezogen, denn es knistert gewaltig zwischen ihnen. Und Ella ist klar: Wenn sie ihre Zeit bei den Royals überleben will, muss sie ihre eigenen Regeln aufstellen …




Meine Meinung 

Wow, gut, dass ich durch die Testleseraktion von Bücher Pustet in den Genuss von „Paper Princess – Die Versuchung“ von Erin Watt kommen durfte. Und Genuss trifft es wirklich in Bezug auf dieses Buch.

Schon das elegante Cover macht große Freude, dieses Buch zu besitzen, denn es ist wirklich schön gestaltet und auf jeden Fall ein Blickfang.
Von Anfang an war mir Ella so sympathisch und auch die verzogenen Royals Brüder habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Die Geschichte rund um die Vormundschaft ist einfach wirklich fesselnd und ich konnte das Buch nur schlecht aus der Hand legen. Die gesamten 384 Seiten fühlte ich mich unterhalten und das sogar so sehr, dass ich mir für die Zeiten in denen ich dann doch mal in der realen Welt meinen Haushalt allein machen musste und das Buch aus der Hand legen musste, auch noch das Hörbuch angeschafft habe, um ja weiter die Geheimnisse der Familie Royal zu lüften und gespannt darauf zu warten, was nun aus Ella und Reed wird oder auch nicht.
Ich hätte niemals gedacht, dass mich das Buch so in den Bann zieht, zumal ich sonst in anderen Genres unterwegs bin. Aber „Paper Princess“ ist ein sehr netter Ausflug in andere Atmosphären. 

Zusätzlich muss ich der Autorin ein großes Lob aussprechen, die einen sehr flüssigen und beschreibenden Schreibstil hat, sodass ich mich als Leserin gut in Ella als Hauptprotagonistin und Erzählende einfinden konnte. Trotz eher klischeehaften Themen in der Welt der Reichen, werden auch schwierige Themen angesprochen wie den Verlust eines Elternteils, (Sehn)-Süchte und Hoffnungen, womit das Buch perfekt abgerundet wird.

Dabei zu sein, wie sich auch innerhalb der Familie die Dynamik ändert, ist einfach schön und ich fand es an keiner Stelle kitschig, sondern eher herzerwärmend.
Ja, ich bin diesem Buch tatsächlich verfallen. Wie das passieren konnte? Ich habe keine Ahnung, ich würde einfach sagen, Erin Watt hat es einfach geschafft!
Da ja alle Leser des Buches wissen, wie Band 1 endet, könnt ihr sicherlich verstehen, wenn ich 1. gar nicht zu viel verraten möchte, 2. Cliffhänger scheußlich aber nötig finde und 3. ganz fix Band 2 „Paper Prince – Das Verlangen“ auf meinen Kindle geladen habe. 

Fazit

Für nette, humorvolle, emotionale und auch ein bisschen mehr klischeehafte Lesestunden perfekt und klare Kaufempfehlung von mir, die sich sonst eher in dystopischen und mörderischen Welten aufhält.


Das Buch hier im Piper Verlag kaufen -> 






Vielen Dank an Bücher Pustet, dass ich an der Testleseraktion teilnehmen durfte und mir das Exemplar des Romans „Paper Princess – Die Versuchung“ von Erin Watt zur Verfügung gestellt wurde. 

Dienstag, 16. Mai 2017

[Worte] Tote Mädchen lügen nicht


Hier folgt keine Rezension im klassischen Sinne, sondern einfach ein paar Worte. Mehr geht nicht. Mehr soll nicht.

Auch nach Tagen fühle ich mich noch mitgenommen...
So nah fühlte ich mich Clay. So nah war ich Hannah. So sehr habe ich mich danach gesehnt, dass es noch nicht vorbei ist. Doch Hannahs Leben ist vorbei.
Aber die Chance der Anderen und auch in der wirklichen Welt, dass bestimmte Dinge einfach anders, besser, emphatischer ablaufen, die besteht. Diese Chance können wir nutzen. Diese Chance sollten wir nutzen. Immer. Überall.
Die Serie und damals auch schon das Buch zeigen einfach, wie wichtig Hinhören und Hinsehen ist.

~ Wie oft denkt man, dass man ja nur einen kleinen Scherz über den Anderen gemacht hat?
~ Wie oft nehmen wir uns viel zu wenig Zeit, um tatsächlich da zu sein?
~ Wie oft lachen wir über die falschen Dinge?
~ Wie oft denken wir nicht darüber nach, was unser Verhalten für Andere bedeuten könnte?
~ Wie oft haben wir uns schon im Nachhinein gewünscht, dass wir etwas anders gemacht hätten?
~ Wie oft bewerten und interpretieren wir, obwohl wir gar nichts wissen?

Ich möchte ein besserer Mensch sein. Mehr hinhören. Mehr hinsehen. Die Dinge in meiner kleinen Welt für die Menschen um mich herum besser machen. Fehler die ich gemacht habe, in der Zukunft besser machen. Daraus lernen. Niemals vergessen. Niemals.
Die Welt für die Menschen um mich herum immer hell erleuchten. Nach bestem Wissen und Gewissen da sein ⭐️
Große Ziele fangen immer mit kleinen Schritten an.

Also vorwärts!



Sonntag, 23. April 2017

[Rezension] Good as Gone: Ein Mädchen verschwindet. Eine Fremde kehrt zurück von Amy Gentry


Buch 12,99€ / eBook 9,99€


Klappentext

Tom und Anna haben das Schlimmste erlebt, was sich Eltern vorstellen können: Ihre 13-jährige Tochter Julie wurde entführt, alle Suchaktionen waren vergebens, die Polizei hat den Fall längst zu den Akten gelegt. Acht Jahre später taucht plötzlich eine junge Frau auf und behauptet, die vermisste Tochter zu sein. Die Familie kann ihr Glück kaum fassen. Doch schon bald spüren alle, dass die Geschichte der Verschwundenen nicht aufgeht. Anna hegt einen furchtbaren Verdacht. Sie macht sich auf die Suche nach der Wahrheit über die junge Frau, von der sie inständig hofft, dass es ihre Tochter ist, die ihr gleichzeitig aber auch fremd erscheint und das gesamte Familiengefüge gefährlich ins Wanken bringt...




Meine Meinung

Nachdem Julie plötzlich nach 8 Jahren vor der Tür ihres Elternhauses steht, baut das Buch anfangs eine gute Spannung auf, die auf jeden Fall dafür gesorgt hat, dass ich es mir direkt bequemer auf der Couch gemacht habe. Voller Vorfreude auf spannende Lesestunden. Und das klappte auch wirklich gut bis zur Mitte. Ich wollte unbedingt wissen, was vor 8 Jahren passiert ist und was die ganzen Namen, die innerhalb des ersten Drittels im Buch vorkommen, mit dieser Geschichte zu tun haben. In anderen Lesermeinungen wurde dieser Teil als besonders anstrengend oder langweilig empfunden; mir haben diese Rückblenden sehr gut gefallen und ich finde, dass es der Autorin hier gut gelungen ist, zu konstruieren. Außerdem wurden Gefühle der einzelnen Protagonisten authentisch dargestellt, sodass ich es als Leserin nicht schwer hatte, diese Gefühle nachzuempfinden. Allein die Idee hinter der Story ist ja nicht weit hergeholt. Wie oft hören wir in den Medien davon, dass sich gerade junge Menschen einem Glauben oder Menschen verschreiben, der dafür sorgt, dass sie selbst nicht mehr nachdenken, sondern scheinbar manipuliert nicht nachvollziehbare Dinge tun. Weil sie denken, dass Gott dies von ihnen erwartet. Weil das Opfer denkt, dass der Täter sich auch den Rest der Familie vornimmt. Weil sie auf der Suche nach Antworten sind oder weil ihre Suche, Verzweiflung und Unsicherheit ausgenutzt wird. So auch Julie in „Good as gone“. Die Frage nach Gott und die verzweifelte Suche nach Anerkennung durch die cooleren Kids ihrer Schule, sorgen dafür, dass ein naives 13-jähriges Mädchen an den falschen Menschen gerät.

Julies Erlebnisse, Gretchens Erlebnisse  und all die der anderen Mädchen haben mir beim Lesen häufig den Atem stocken lassen. Durch einen sehr beschreibenden Schreibstil gelingt es der Autorin gut, sich in den einzelnen Geschehnissen einzufinden. An einigen Stellen schonungslos, an anderen Stellen unnötig ausufernd.

Mit den Personen im Buch habe ich mich schnell abfinden können, fand aber nur Julies Schwester Jane wirklich sympathisch und hatte Mitleid mit ihr, dass sie durch Julies Entführung eine schwierige Beziehung vor allem zu ihrer Mutter hat. Ihre Mutter Anna hätte ich an vielen Stellen des Buches gerne geschüttelt und fand sie als eine der Hauptprotagonisten und Erzählenden neben Julie eher anstrengend, was daran liegt, dass Anna sich ihrer Fehler absolut bewusst war und doch nichts änderte. 



Die Auflösung nahe dem Ende finde ich absolut realistisch und bin doch erschrocken, was traumatische Erlebnisse mit einem Menschen machen können.  Allerdings hätte für mich da auch das Buch enden können, da ich die letzten Seiten eher überflüssig fand.


Fazit

Insgesamt hat mir das Buch durch gute Konstruktion, abwechselnde Erzählperspektiven, Zeitsprünge und einem angenehmen Schreibstil gut gefallen, allerdings hat der sehr stark aufkommende religiöse Fanatismus auch an meinem Nervenköstum genagt, sodass Buch und ich nur eine hassliebende Beziehung zueinander aufbauen konnten.


~ Vielen Dank an die Verlagsgruppe Random House Bertelsmann, dass Sie mir "Good as Gone: Ein Mädchen verschwindet. Eine Fremde kehrt zurück" von Amy Gentry als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben ~

Dienstag, 4. April 2017

[Rezension] AchtNacht von Sebastian Fitzek


Buch 12,99€ / eBook 8,99€

Klappentext 

Es ist der 8. 8., acht Uhr acht. 
Sie haben 80 Millionen Feinde.
Werden Sie die AchtNacht überleben?

Stellen Sie sich vor, es gibt eine Todeslotterie.
Sie können den Namen eines verhassten Menschen in einen Lostopf werfen.
In der „AchtNacht“, am 8. 8. jedes Jahres, wird aus allen Vorschlägen ein Name gezogen.
Der Auserwählte ist eine AchtNacht lang geächtet, vogelfrei.
Jeder in Deutschland darf ihn straffrei töten - und wird mit einem Kopfgeld von zehn Millionen Euro belohnt.

Das ist kein Gedankenspiel. Sondern bitterer Ernst.
Es ist ein massenpsychologisches Experiment, das aus dem Ruder lief.
Und Ihr Name wurde gezogen!

Meine Meinung 

Ich musste nach dem Lesen erstmal meine Gedanken sortieren. In mich gehen und mich fragen, was ich von dem Buch halte. Von der Idee, die natürlich schon durch den Film "The Purge" gelebt hat, hier in "AchtNacht" aber noch mal anders irgendwie persönlicher umgesetzt wurde. Ein Buch, dass mich nicht nur an "The Purge" erinnert, sondern auch an das Buch und den Film "Nerve". 
Ist "AchtNacht" deshalb langweilig? Nein. Ganz und gar nicht. Jedenfalls nicht für mich. 
Ich wollte ab Seite 1 wissen, wieso Ben einer der AchtNächter wurde, wieso Jule ihn warnen wollte und wer zum Henker OZ war. Ich wollte dass die AchtNacht aufhört. Aber nicht, weil ich das Buch vorzeitig abbreche, sondern weil die Kapitelüberschrift mir verrät, dass sie vorbei ist. Von Kapitel zu Kapitel habe ich mit Beklemmung die Zeitangabe gelesen, durchgeatmet und weiter gelesen. Waren die Beklemmungen schlecht? Nein! "AchtNacht" hat mich sehr gut unterhalten und genau das habe ich gehofft. Es ist so "The Purge" und "Nerve"-mäßig und doch ganz anders. Nicht besser. Nicht schlechter. Anders. 
Ben war mir zwar eher unsympathisch als Hauptprotagonist, was vor allem daran lag, dass er für meinen Geschmack sich zu schnell mit seiner Teilnahme als AchtNächter abgefunden hat, schnell hat er sich seinem Schicksal gebeugt, zu viel mit sich machen lassen. Arezu war mir dafür umso sympathischer. Ich mochte sie, konnte ihre Ängste nachempfinden, hatte Mitleid mit ihr. Die Auflösung am Ende: absolut passend im Hinblick auf ihre Gesamtverfassung. 

Abgesehen von der Idee und Umsetzung hat mir der Schreibstil sehr gut gefallen. Wie auch die Geschehnisse im Buch, lässt der Stil es zu, das der Leser mit hohem Tempo durchs Buch kommt.
Außerdem fand ich den Perspektivwechsel unterhaltsam und spannend. Hat man gerade noch mit Ben oder Arezu mitgefiebert, kann der Leser auch aus der Sicht von Dash und Niko den Geschehnissen weiter folgen und Zusatzinformationen bekommen. 

Die Geschichte um Bens Tochter Jule hat mich tatsächlich kurzzeitig in die Irre geführt. Mal sehen, ob euch auch das Gefühl beschleicht, dass etwas mit ihr nicht so ist, wie es sein sollte...

Fazit

AchtNacht war wirklich ein gutes Leseerlebnis! 


Vielen Dank an die Verlagsgruppe Droemer Knaur, dass ich AchtNacht als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen habe. 

Jetzt kaufen! Klappenbroschur, Knaur TB 

14.03.2017, 416 S.
ISBN: 978-3-426-52108-3


Samstag, 25. März 2017

[Rezension] Den Mund voll ungesagter Dinge von Anne Freytag

Broschiert 14,99€ / Kindle 11,99€

Klappentext 

Wenn Sophie es sich aussuchen könnte, wäre ihr Leben simpel. Aber das ist es nicht. Und das war es auch nie. Das fängt damit an, dass ihre Mutter sie direkt nach der Geburt im Stich gelassen hat. Und endet damit, dass Sophies Vater plötzlich beschließt, mit seiner Tochter zu seiner Freundin nach München zu ziehen. Alle sind glücklich. Bis auf Sophie. 

Was hat es bloß mit dieser verdammten Liebe auf sich? Sophie selbst war noch nie verliebt. Klar gab es Jungs, einsam ist sie trotzdem. Bis sie in der neuen Stadt auf Alex trifft. Das Nachbarsmädchen mit der kleinen Lücke zwischen den Zähnen, den grünen Augen und dem ansteckenden Lachen. Zum ersten Mal lässt sich Sophie voll und ganz auf einen anderen Menschen ein. Und plötzlich ist das Leben neu und aufregend. Bis ein Kuss alles verändert.

Das Cover 

Das Cover ist total schön. 
Durch die Farbwahl auffällig und trotzdem gleichzeitig schlicht gehalten. Die von hinten gezeigte weibliche Figur macht im Zusammenhang mit dem Titel neugierig und passt gut zum Inhalt. 

Der Inhalt 

Ich habe die ersten Seiten des Buches wirklich schnell gelesen und wollte auch wissen, wie es weiter geht. Sophies Gefühle im Bezug auf den Umzug, ihrer Mutter und ihrer neuen Familie konnte ich als Leserin gut nachvollziehen und fand diese sehr authentisch und altersentsprechend dargestellt. 
Sophies neuen Bekanntschaften und ihre innige Freundschaft zu ihrem besten Freund Lukas sind absolut herzerwärmend und realitätsnah. Jugendliche finden sich wahrscheinlich schnell in den Charakteren wieder. 
Die Gedankenwelt von Sophie lässt den Leser viele Emotionen durchleben. An Dramatik, Liebe und Nächstenliebe hat Anne Freytag nicht gespart, was das Buch und die Thematik gut abrundet. 
Sich als Autorin dem Thema der gleichgeschlechtlichen Liebe zu widmen finde ich absolut spannend und ich hatte mich deshalb auch sehr auf das Buch gefreut. Coming Out sollte in der Gesellschaft meiner Meinung nach kein besonderes Thema mehr sein und umso schöner, dass das auch andere Menschen so sehen. Ich möchte gar nicht zu viel verraten, denn andere Leser sollen ja auch noch zum Buch greifen, aber Anne Freytag ist es gut gelungen, ein leider noch viel zu wenig akzeptiertes Thema gut und authentisch umzusetzen. 
Einziger kleiner Kritikpunkt: Alex und Sophie haben in diesem Buch sehr viel Sex. Das war mir nachher dann doch ein bisschen zu viel und war froh über die Dramatik, die gegen Ende des Buches noch mal aufkommt. 

Die Charaktere 

Besonders Lena war mir in diesem Werk sehr sympathisch. Ich habe ja erst an die böse Stiefmutter gedacht, aber war dann froh, als ich Lena "kennengelernt" habe. 
Generell passen aber alle Charaktere sehr gut ins Buch und sorgen somit für ein abwechslungsreiches Lesevergnügen. 
Mit Sophie als Hauptprotagonistin lacht und weint man von der 1. Seite an mit. 

Der Schreibstil

Der Schreibstil und die gewählten Worte der Autorin sind an jeder Stelle passend und es fällt wirklich leicht, die Seiten hintereinander "wegzulesen". 

Fazit 

"Den Mund voll ungesagter Dinge" kann ich jedem Leser empfehlen, der auf Bücher für Jugendliche steht. Liebe, Dramatik und familiäre Probleme werden hier schonungslos und realitätsnah beschrieben. Die Wortwahl und der Schreibstil der Autorin passt sich der 17-jährigen Sophie an, sodass den Leser ein authentisches Leseerlebnis erwartet. 


Freitag, 10. März 2017

[Rezension] Schwarze Wut (Georgia-Serie, Band 5) von Karin Slaughter

Taschenbuch 9,99€ / Kindle 15,99€

Klappentext 

Sara Linton und Will Trent sind wieder im Einsatz – aber diesmal auf gegnerischen Seiten ...


Als krimineller Biker getarnt kommt Will Trent nach Macon, Georgia, um die Drahtzieher im dortigen Drogengeschäft zu entlarven. Sollte er erkannt werden, ist er ein toter Mann. Doch die Sache wird noch komplizierter, als klar wird, dass Detective Lena Adams in den Fall verwickelt ist. Nach einer Razzia auf einen Fixertreff wurde sie in ihrem Haus überfallen. Dabei wurde ihr Mann Jared schwer verletzt und liegt seitdem im Koma. Sollte Sara Linton erfahren, dass ihr Stiefsohn Jared zwischen Leben und Tod schwebt, wird sie nicht nur nach Macon kommen und Lena zur Rede stellen – sondern sie könnte auch Wills Tarnung auffliegen lassen. Will muss um jeden Preis verhindern, dass sie sich in die Ermittlungen einmischt – andernfalls würde es bedeuten, dass sie diesmal auf gegnerischen Seiten stehen …

Meine Meinung

Zum Glück wieder ein gekonnter und gewohnter Thriller von Frau Slaughter! 
Allein das Cover ist diesmal wirklich ein Eye-Catcher und gefällt mir absolut gut. 

Dieses Buch konnte ich kaum aus der Hand legen. Es ist von der ersten Seite an spannend und nervenaufreibend. Sehr erfreut war ich über das Zusammentreffen mit Lena. Ich habe mich sowieso schon gefragt, was wohl aus ihr geworden ist, umso schöner, dass sie jetzt Thema war und ich muss sagen, sie ist mit durch diesen Band 10x sympathischer geworden. Ihre Geschichte in diesem Buch hat mich ehrlich sehr bewegt und trotz großer Spannung hatte hatte ich sogar zwischendurch mal ein Kloß im Hals. 
Erfreut bin ich auch über Will's und Sara's Verlauf und finde das die Autorin hier eine authentische neue Liebesbeziehung geschaffen hat, ohne das die vergangen Partner der Beiden in Vergessenheit geraten. 

Die Idee und Umsetzung von korrupter Polizei, Pädophilie, Drogenmillieu und Gangstern ist Karin Slaughter sehr gut gelungen. Ich nehme ihr alles ab und fand das Buch zu keiner Zeit langweilig oder nicht nachvollziehbar. 
Ich muss sagen, dass mich die Auflösung um Big Whitey sogar am Ende schockiert hat. Vor allem da ich Leserin von Beginn an ihrer Reihen bin und somit natürlich schon Bekanntschaften in den anderen Bänden gemacht habe. Aber hier soll sich jeder Leser mal schön selbst überraschen lassen... 

Fazit

Gekonnt. Spannend. Nervenaufreibend.  Emotional. 100% Slaughter. 


[Rezension] Bittere Wunden (Georgia-Serie, Band 4) von Karin Slaughter

Taschenbuch 10,99€ / Kindle 9,99€

Klappentext 

Als eine Studentin spurlos verschwindet und Will Trent den Fall übernehmen will, wird ihm dieser mit unerwarteter Heftigkeit entzogen. Amanda Wagner, seine undurchschaubare Vorgesetzte, scheint Will mit aller Macht davon abhalten zu wollen, nach der Vermissten zu fahnden. Aber warum? Erst als sich die beiden in einem verlassenen Waisenheim gegenüberstehen, entspinnt sich eine Geschichte, die nicht nur das lang gehütete Geheimnis um Will Trents Vergangenheit endlich aufdeckt, sondern auch ein grausames Netz aus Verrat, Korruption und bitterem Hass entlarvt.

Meine Meinung

Das Cover ist schlicht und einfach gehalten und das trifft leider auch auf den Inhalt des Buches zu. 
Für mich war es diesmal kein gewohnter Thriller auf hohem Niveau von Karin Slaughter. 
Die Idee, dass die Leser mehr Informationen zur Vergangenheit von Will Trent erhalten ist eigentlich gut, aber durch die verschiedenen Zeitebenen im Buch geriet ich eher durcheinander und musste nicht nur einmal zurück blättern, um nach einer Lesepause wieder einzusteigen. Die Handlungen wirken eher zäh und mir fehlt der erkennbare rote Faden in diesem Buch. 

Zwar war ich auch an einigen Stellen überrascht, wenn Verbindungen von einzelnen Personen aufgedeckt wurden, aber alles in allem leider diesmal nicht die Slaughter, die ich durch ihre anderen Bücher gewohnt bin. 

Positiv ist mir natürlich die Beziehung zwischen Will und Sara aufgefallen und ich bin gespannt, wie sich diese in den weiteren Büchern fortsetzen wird. Auf jeden Fall hat Slaughter es gut geschafft ihre Grant-County-Serie und Georgia-Serie zu vereinen. 

Fazit 

Eher ein schwacher Slaughter, aber wie gewohnt guter, flüssiger und authentischer Schreibstil. 
Außerdem wer Reihen vollständig lesen muss/möchte, der wird diesen einen Thriller im Hinblick auf ihre anderen Werke schnell verziehen haben. 


[Rezension] Camp 21 - Grenzenlos gefangen von Rainer Wekwerth

Gebundene Ausgabe 16,99€ / Kindle 13,99€

Klappentext

Mike und Kayla sind in Camp 21 gelandet. Sie kennen sich kaum 

und mögen sich noch weniger. Durch elektronische Armbänder aneinander 
gefesselt, ist es ihnen unmöglich, sich aus dem Weg zu gehen. 
Entfernen sie sich zu weit voneinander, empfangen sie über die 
Fessel quälende Schmerzimpulse. Während Kayla versucht mit der 
Situation zurechtzukommen, ahnt Mike, dass im Camp etwas nicht 
stimmt. Nach einem tödlichen Vorfall gelingt den beiden die Flucht. 
Doch dies ist erst der Anfang einer atemberaubenden Jagd, denn die 
Fesseln, die geheimen Experimente und die Liebe zueinander bilden 
für Mike und Kayla ein gefährliches Netz, aus dem es kein Entkommen 
zu geben scheint.


Meine Meinung

Das Cover ist wirklich ein Hingucker geworden. Es wirkt düster, spannend und irgendwie gleich so vertraut. 
In Kombination mit dem Klappentext wurde es einer meiner "Must-Have" für 2017 und umso größer meine Freude, als ich das Buch samt Widmung vom Autor persönlich geschickt bekommen habe. 

Camp 21 ist ein wirklich guter  Jugendthriller, der flüssig zu lesen ist. Rainer Wekwerth beschreibt die Dinge auf die es in der Geschichte ankommt, benutzt eine verständliche Sprache und durch seine authentische Buchidee kommt er wahrscheinlich bei vielen Lesern gut an. So auch bei mir...

Wir beginnen in der Geschichte mit dem Kennenlernen der Hauptprotagonisten Mike, Ricky und Kayla. Die drei landen unabhängig voneinander in einem Erziehungscamp und nachdem es dort zu Zwischenfällen mit anderen Jugendlichen und den Betreuern kommt, landen die drei im Camp 21. 
Mike absichtlich mit dem Ziel seinen Bruder Ricky wieder zu finden; Kayla unfreiwillig durch eine Verwicklung. 
Nachdem es anfangs noch den Anschein macht, dass Mike und Kayla sich überhaupt nicht mögen, müssen sie durch gemeinsame Handfesseln miteinander auskommen und entdecken dabei, dass sie sich doch nicht so unsympathisch finden. 
Der Kampf der Beiden bezogen auf die unverhältnismäßigen Erziehungsmaßnahmen im Camp 21 sorgen für Spannung und ich habe die gesamte Zeit gehofft, dass es den Beiden gelingt, die physische und psychische Gewalt im Camp aufzudecken. 

Der Handlungsstrang war über das ganze Buch plausibel und nachvollziehbar. Einzig die Liebesgeschichte von Mike und Kayla hinterlässt einen kleinen Kritikpunkt.  Irgendwie ging es mir nämlich nach ihrem anfänglichen nicht-mögen zu schnell, dass sie plötzlich verliebt waren und der jeweils Andere eine so wichtige Rolle eingenommen hat. Ja, vielleicht bin ich hier auch etwas zu streng, da ich Liebesgeschichten sowieso schon nicht so viel abgewinnen kann, aber es geht ja um meinen persönlichen Eindruck. 
Rainer Wekwerth gelingt es auf jeden Fall sehr gut die Hauptprotagonisten mit Leben zu füllen und hat dabei auch die Nebencharaktere nicht vergessen und gut ausgearbeitet. 

Das Ende des Buches ist passend und ich war mit der Auflösung zufrieden. 

Fazit 

Camp 21 besticht durch kurze Kapitel, wechselnde Perspektiven, Spannung, einem interessanten Cover, einer gut umgesetzten Idee und einem super Schreibstil. Hier und da eine kleine Schwäche, vor allem durch die flotte Liebesbeziehung zwischen Kayla und Mike, aber das sei verziehen. 


[Rezension] The Girl Before - Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot. von JP Delaney

Paperback 13,00€ / eBook 9,99€ Klappentext Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich nicht allein bin. Manchmal glaube ich, dass dieses...