Dienstag, 16. Mai 2017

[Worte] Tote Mädchen lügen nicht


Hier folgt keine Rezension im klassischen Sinne, sondern einfach ein paar Worte. Mehr geht nicht. Mehr soll nicht.

Auch nach Tagen fühle ich mich noch mitgenommen...
So nah fühlte ich mich Clay. So nah war ich Hannah. So sehr habe ich mich danach gesehnt, dass es noch nicht vorbei ist. Doch Hannahs Leben ist vorbei.
Aber die Chance der Anderen und auch in der wirklichen Welt, dass bestimmte Dinge einfach anders, besser, emphatischer ablaufen, die besteht. Diese Chance können wir nutzen. Diese Chance sollten wir nutzen. Immer. Überall.
Die Serie und damals auch schon das Buch zeigen einfach, wie wichtig Hinhören und Hinsehen ist.

~ Wie oft denkt man, dass man ja nur einen kleinen Scherz über den Anderen gemacht hat?
~ Wie oft nehmen wir uns viel zu wenig Zeit, um tatsächlich da zu sein?
~ Wie oft lachen wir über die falschen Dinge?
~ Wie oft denken wir nicht darüber nach, was unser Verhalten für Andere bedeuten könnte?
~ Wie oft haben wir uns schon im Nachhinein gewünscht, dass wir etwas anders gemacht hätten?
~ Wie oft bewerten und interpretieren wir, obwohl wir gar nichts wissen?

Ich möchte ein besserer Mensch sein. Mehr hinhören. Mehr hinsehen. Die Dinge in meiner kleinen Welt für die Menschen um mich herum besser machen. Fehler die ich gemacht habe, in der Zukunft besser machen. Daraus lernen. Niemals vergessen. Niemals.
Die Welt für die Menschen um mich herum immer hell erleuchten. Nach bestem Wissen und Gewissen da sein ⭐️
Große Ziele fangen immer mit kleinen Schritten an.

Also vorwärts!



Sonntag, 23. April 2017

[Rezension] Good as Gone: Ein Mädchen verschwindet. Eine Fremde kehrt zurück von Amy Gentry


Buch 12,99€ / eBook 9,99€


Klappentext

Tom und Anna haben das Schlimmste erlebt, was sich Eltern vorstellen können: Ihre 13-jährige Tochter Julie wurde entführt, alle Suchaktionen waren vergebens, die Polizei hat den Fall längst zu den Akten gelegt. Acht Jahre später taucht plötzlich eine junge Frau auf und behauptet, die vermisste Tochter zu sein. Die Familie kann ihr Glück kaum fassen. Doch schon bald spüren alle, dass die Geschichte der Verschwundenen nicht aufgeht. Anna hegt einen furchtbaren Verdacht. Sie macht sich auf die Suche nach der Wahrheit über die junge Frau, von der sie inständig hofft, dass es ihre Tochter ist, die ihr gleichzeitig aber auch fremd erscheint und das gesamte Familiengefüge gefährlich ins Wanken bringt...




Meine Meinung

Nachdem Julie plötzlich nach 8 Jahren vor der Tür ihres Elternhauses steht, baut das Buch anfangs eine gute Spannung auf, die auf jeden Fall dafür gesorgt hat, dass ich es mir direkt bequemer auf der Couch gemacht habe. Voller Vorfreude auf spannende Lesestunden. Und das klappte auch wirklich gut bis zur Mitte. Ich wollte unbedingt wissen, was vor 8 Jahren passiert ist und was die ganzen Namen, die innerhalb des ersten Drittels im Buch vorkommen, mit dieser Geschichte zu tun haben. In anderen Lesermeinungen wurde dieser Teil als besonders anstrengend oder langweilig empfunden; mir haben diese Rückblenden sehr gut gefallen und ich finde, dass es der Autorin hier gut gelungen ist, zu konstruieren. Außerdem wurden Gefühle der einzelnen Protagonisten authentisch dargestellt, sodass ich es als Leserin nicht schwer hatte, diese Gefühle nachzuempfinden. Allein die Idee hinter der Story ist ja nicht weit hergeholt. Wie oft hören wir in den Medien davon, dass sich gerade junge Menschen einem Glauben oder Menschen verschreiben, der dafür sorgt, dass sie selbst nicht mehr nachdenken, sondern scheinbar manipuliert nicht nachvollziehbare Dinge tun. Weil sie denken, dass Gott dies von ihnen erwartet. Weil das Opfer denkt, dass der Täter sich auch den Rest der Familie vornimmt. Weil sie auf der Suche nach Antworten sind oder weil ihre Suche, Verzweiflung und Unsicherheit ausgenutzt wird. So auch Julie in „Good as gone“. Die Frage nach Gott und die verzweifelte Suche nach Anerkennung durch die cooleren Kids ihrer Schule, sorgen dafür, dass ein naives 13-jähriges Mädchen an den falschen Menschen gerät.

Julies Erlebnisse, Gretchens Erlebnisse  und all die der anderen Mädchen haben mir beim Lesen häufig den Atem stocken lassen. Durch einen sehr beschreibenden Schreibstil gelingt es der Autorin gut, sich in den einzelnen Geschehnissen einzufinden. An einigen Stellen schonungslos, an anderen Stellen unnötig ausufernd.

Mit den Personen im Buch habe ich mich schnell abfinden können, fand aber nur Julies Schwester Jane wirklich sympathisch und hatte Mitleid mit ihr, dass sie durch Julies Entführung eine schwierige Beziehung vor allem zu ihrer Mutter hat. Ihre Mutter Anna hätte ich an vielen Stellen des Buches gerne geschüttelt und fand sie als eine der Hauptprotagonisten und Erzählenden neben Julie eher anstrengend, was daran liegt, dass Anna sich ihrer Fehler absolut bewusst war und doch nichts änderte. 



Die Auflösung nahe dem Ende finde ich absolut realistisch und bin doch erschrocken, was traumatische Erlebnisse mit einem Menschen machen können.  Allerdings hätte für mich da auch das Buch enden können, da ich die letzten Seiten eher überflüssig fand.


Fazit

Insgesamt hat mir das Buch durch gute Konstruktion, abwechselnde Erzählperspektiven, Zeitsprünge und einem angenehmen Schreibstil gut gefallen, allerdings hat der sehr stark aufkommende religiöse Fanatismus auch an meinem Nervenköstum genagt, sodass Buch und ich nur eine hassliebende Beziehung zueinander aufbauen konnten.


~ Vielen Dank an die Verlagsgruppe Random House Bertelsmann, dass Sie mir "Good as Gone: Ein Mädchen verschwindet. Eine Fremde kehrt zurück" von Amy Gentry als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben ~

Dienstag, 4. April 2017

[Rezension] AchtNacht von Sebastian Fitzek


Buch 12,99€ / eBook 8,99€

Klappentext 

Es ist der 8. 8., acht Uhr acht. 
Sie haben 80 Millionen Feinde.
Werden Sie die AchtNacht überleben?

Stellen Sie sich vor, es gibt eine Todeslotterie.
Sie können den Namen eines verhassten Menschen in einen Lostopf werfen.
In der „AchtNacht“, am 8. 8. jedes Jahres, wird aus allen Vorschlägen ein Name gezogen.
Der Auserwählte ist eine AchtNacht lang geächtet, vogelfrei.
Jeder in Deutschland darf ihn straffrei töten - und wird mit einem Kopfgeld von zehn Millionen Euro belohnt.

Das ist kein Gedankenspiel. Sondern bitterer Ernst.
Es ist ein massenpsychologisches Experiment, das aus dem Ruder lief.
Und Ihr Name wurde gezogen!

Meine Meinung 

Ich musste nach dem Lesen erstmal meine Gedanken sortieren. In mich gehen und mich fragen, was ich von dem Buch halte. Von der Idee, die natürlich schon durch den Film "The Purge" gelebt hat, hier in "AchtNacht" aber noch mal anders irgendwie persönlicher umgesetzt wurde. Ein Buch, dass mich nicht nur an "The Purge" erinnert, sondern auch an das Buch und den Film "Nerve". 
Ist "AchtNacht" deshalb langweilig? Nein. Ganz und gar nicht. Jedenfalls nicht für mich. 
Ich wollte ab Seite 1 wissen, wieso Ben einer der AchtNächter wurde, wieso Jule ihn warnen wollte und wer zum Henker OZ war. Ich wollte dass die AchtNacht aufhört. Aber nicht, weil ich das Buch vorzeitig abbreche, sondern weil die Kapitelüberschrift mir verrät, dass sie vorbei ist. Von Kapitel zu Kapitel habe ich mit Beklemmung die Zeitangabe gelesen, durchgeatmet und weiter gelesen. Waren die Beklemmungen schlecht? Nein! "AchtNacht" hat mich sehr gut unterhalten und genau das habe ich gehofft. Es ist so "The Purge" und "Nerve"-mäßig und doch ganz anders. Nicht besser. Nicht schlechter. Anders. 
Ben war mir zwar eher unsympathisch als Hauptprotagonist, was vor allem daran lag, dass er für meinen Geschmack sich zu schnell mit seiner Teilnahme als AchtNächter abgefunden hat, schnell hat er sich seinem Schicksal gebeugt, zu viel mit sich machen lassen. Arezu war mir dafür umso sympathischer. Ich mochte sie, konnte ihre Ängste nachempfinden, hatte Mitleid mit ihr. Die Auflösung am Ende: absolut passend im Hinblick auf ihre Gesamtverfassung. 

Abgesehen von der Idee und Umsetzung hat mir der Schreibstil sehr gut gefallen. Wie auch die Geschehnisse im Buch, lässt der Stil es zu, das der Leser mit hohem Tempo durchs Buch kommt.
Außerdem fand ich den Perspektivwechsel unterhaltsam und spannend. Hat man gerade noch mit Ben oder Arezu mitgefiebert, kann der Leser auch aus der Sicht von Dash und Niko den Geschehnissen weiter folgen und Zusatzinformationen bekommen. 

Die Geschichte um Bens Tochter Jule hat mich tatsächlich kurzzeitig in die Irre geführt. Mal sehen, ob euch auch das Gefühl beschleicht, dass etwas mit ihr nicht so ist, wie es sein sollte...

Fazit

AchtNacht war wirklich ein gutes Leseerlebnis! 


Vielen Dank an die Verlagsgruppe Droemer Knaur, dass ich AchtNacht als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen habe. 

Jetzt kaufen! Klappenbroschur, Knaur TB 

14.03.2017, 416 S.
ISBN: 978-3-426-52108-3


Samstag, 25. März 2017

[Rezension] Den Mund voll ungesagter Dinge von Anne Freytag

Broschiert 14,99€ / Kindle 11,99€

Klappentext 

Wenn Sophie es sich aussuchen könnte, wäre ihr Leben simpel. Aber das ist es nicht. Und das war es auch nie. Das fängt damit an, dass ihre Mutter sie direkt nach der Geburt im Stich gelassen hat. Und endet damit, dass Sophies Vater plötzlich beschließt, mit seiner Tochter zu seiner Freundin nach München zu ziehen. Alle sind glücklich. Bis auf Sophie. 

Was hat es bloß mit dieser verdammten Liebe auf sich? Sophie selbst war noch nie verliebt. Klar gab es Jungs, einsam ist sie trotzdem. Bis sie in der neuen Stadt auf Alex trifft. Das Nachbarsmädchen mit der kleinen Lücke zwischen den Zähnen, den grünen Augen und dem ansteckenden Lachen. Zum ersten Mal lässt sich Sophie voll und ganz auf einen anderen Menschen ein. Und plötzlich ist das Leben neu und aufregend. Bis ein Kuss alles verändert.

Das Cover 

Das Cover ist total schön. 
Durch die Farbwahl auffällig und trotzdem gleichzeitig schlicht gehalten. Die von hinten gezeigte weibliche Figur macht im Zusammenhang mit dem Titel neugierig und passt gut zum Inhalt. 

Der Inhalt 

Ich habe die ersten Seiten des Buches wirklich schnell gelesen und wollte auch wissen, wie es weiter geht. Sophies Gefühle im Bezug auf den Umzug, ihrer Mutter und ihrer neuen Familie konnte ich als Leserin gut nachvollziehen und fand diese sehr authentisch und altersentsprechend dargestellt. 
Sophies neuen Bekanntschaften und ihre innige Freundschaft zu ihrem besten Freund Lukas sind absolut herzerwärmend und realitätsnah. Jugendliche finden sich wahrscheinlich schnell in den Charakteren wieder. 
Die Gedankenwelt von Sophie lässt den Leser viele Emotionen durchleben. An Dramatik, Liebe und Nächstenliebe hat Anne Freytag nicht gespart, was das Buch und die Thematik gut abrundet. 
Sich als Autorin dem Thema der gleichgeschlechtlichen Liebe zu widmen finde ich absolut spannend und ich hatte mich deshalb auch sehr auf das Buch gefreut. Coming Out sollte in der Gesellschaft meiner Meinung nach kein besonderes Thema mehr sein und umso schöner, dass das auch andere Menschen so sehen. Ich möchte gar nicht zu viel verraten, denn andere Leser sollen ja auch noch zum Buch greifen, aber Anne Freytag ist es gut gelungen, ein leider noch viel zu wenig akzeptiertes Thema gut und authentisch umzusetzen. 
Einziger kleiner Kritikpunkt: Alex und Sophie haben in diesem Buch sehr viel Sex. Das war mir nachher dann doch ein bisschen zu viel und war froh über die Dramatik, die gegen Ende des Buches noch mal aufkommt. 

Die Charaktere 

Besonders Lena war mir in diesem Werk sehr sympathisch. Ich habe ja erst an die böse Stiefmutter gedacht, aber war dann froh, als ich Lena "kennengelernt" habe. 
Generell passen aber alle Charaktere sehr gut ins Buch und sorgen somit für ein abwechslungsreiches Lesevergnügen. 
Mit Sophie als Hauptprotagonistin lacht und weint man von der 1. Seite an mit. 

Der Schreibstil

Der Schreibstil und die gewählten Worte der Autorin sind an jeder Stelle passend und es fällt wirklich leicht, die Seiten hintereinander "wegzulesen". 

Fazit 

"Den Mund voll ungesagter Dinge" kann ich jedem Leser empfehlen, der auf Bücher für Jugendliche steht. Liebe, Dramatik und familiäre Probleme werden hier schonungslos und realitätsnah beschrieben. Die Wortwahl und der Schreibstil der Autorin passt sich der 17-jährigen Sophie an, sodass den Leser ein authentisches Leseerlebnis erwartet. 


Freitag, 10. März 2017

[Rezension] Schwarze Wut (Georgia-Serie, Band 5) von Karin Slaughter

Taschenbuch 9,99€ / Kindle 15,99€

Klappentext 

Sara Linton und Will Trent sind wieder im Einsatz – aber diesmal auf gegnerischen Seiten ...


Als krimineller Biker getarnt kommt Will Trent nach Macon, Georgia, um die Drahtzieher im dortigen Drogengeschäft zu entlarven. Sollte er erkannt werden, ist er ein toter Mann. Doch die Sache wird noch komplizierter, als klar wird, dass Detective Lena Adams in den Fall verwickelt ist. Nach einer Razzia auf einen Fixertreff wurde sie in ihrem Haus überfallen. Dabei wurde ihr Mann Jared schwer verletzt und liegt seitdem im Koma. Sollte Sara Linton erfahren, dass ihr Stiefsohn Jared zwischen Leben und Tod schwebt, wird sie nicht nur nach Macon kommen und Lena zur Rede stellen – sondern sie könnte auch Wills Tarnung auffliegen lassen. Will muss um jeden Preis verhindern, dass sie sich in die Ermittlungen einmischt – andernfalls würde es bedeuten, dass sie diesmal auf gegnerischen Seiten stehen …

Meine Meinung

Zum Glück wieder ein gekonnter und gewohnter Thriller von Frau Slaughter! 
Allein das Cover ist diesmal wirklich ein Eye-Catcher und gefällt mir absolut gut. 

Dieses Buch konnte ich kaum aus der Hand legen. Es ist von der ersten Seite an spannend und nervenaufreibend. Sehr erfreut war ich über das Zusammentreffen mit Lena. Ich habe mich sowieso schon gefragt, was wohl aus ihr geworden ist, umso schöner, dass sie jetzt Thema war und ich muss sagen, sie ist mit durch diesen Band 10x sympathischer geworden. Ihre Geschichte in diesem Buch hat mich ehrlich sehr bewegt und trotz großer Spannung hatte hatte ich sogar zwischendurch mal ein Kloß im Hals. 
Erfreut bin ich auch über Will's und Sara's Verlauf und finde das die Autorin hier eine authentische neue Liebesbeziehung geschaffen hat, ohne das die vergangen Partner der Beiden in Vergessenheit geraten. 

Die Idee und Umsetzung von korrupter Polizei, Pädophilie, Drogenmillieu und Gangstern ist Karin Slaughter sehr gut gelungen. Ich nehme ihr alles ab und fand das Buch zu keiner Zeit langweilig oder nicht nachvollziehbar. 
Ich muss sagen, dass mich die Auflösung um Big Whitey sogar am Ende schockiert hat. Vor allem da ich Leserin von Beginn an ihrer Reihen bin und somit natürlich schon Bekanntschaften in den anderen Bänden gemacht habe. Aber hier soll sich jeder Leser mal schön selbst überraschen lassen... 

Fazit

Gekonnt. Spannend. Nervenaufreibend.  Emotional. 100% Slaughter. 


[Rezension] Bittere Wunden (Georgia-Serie, Band 4) von Karin Slaughter

Taschenbuch 10,99€ / Kindle 9,99€

Klappentext 

Als eine Studentin spurlos verschwindet und Will Trent den Fall übernehmen will, wird ihm dieser mit unerwarteter Heftigkeit entzogen. Amanda Wagner, seine undurchschaubare Vorgesetzte, scheint Will mit aller Macht davon abhalten zu wollen, nach der Vermissten zu fahnden. Aber warum? Erst als sich die beiden in einem verlassenen Waisenheim gegenüberstehen, entspinnt sich eine Geschichte, die nicht nur das lang gehütete Geheimnis um Will Trents Vergangenheit endlich aufdeckt, sondern auch ein grausames Netz aus Verrat, Korruption und bitterem Hass entlarvt.

Meine Meinung

Das Cover ist schlicht und einfach gehalten und das trifft leider auch auf den Inhalt des Buches zu. 
Für mich war es diesmal kein gewohnter Thriller auf hohem Niveau von Karin Slaughter. 
Die Idee, dass die Leser mehr Informationen zur Vergangenheit von Will Trent erhalten ist eigentlich gut, aber durch die verschiedenen Zeitebenen im Buch geriet ich eher durcheinander und musste nicht nur einmal zurück blättern, um nach einer Lesepause wieder einzusteigen. Die Handlungen wirken eher zäh und mir fehlt der erkennbare rote Faden in diesem Buch. 

Zwar war ich auch an einigen Stellen überrascht, wenn Verbindungen von einzelnen Personen aufgedeckt wurden, aber alles in allem leider diesmal nicht die Slaughter, die ich durch ihre anderen Bücher gewohnt bin. 

Positiv ist mir natürlich die Beziehung zwischen Will und Sara aufgefallen und ich bin gespannt, wie sich diese in den weiteren Büchern fortsetzen wird. Auf jeden Fall hat Slaughter es gut geschafft ihre Grant-County-Serie und Georgia-Serie zu vereinen. 

Fazit 

Eher ein schwacher Slaughter, aber wie gewohnt guter, flüssiger und authentischer Schreibstil. 
Außerdem wer Reihen vollständig lesen muss/möchte, der wird diesen einen Thriller im Hinblick auf ihre anderen Werke schnell verziehen haben. 


[Rezension] Camp 21 - Grenzenlos gefangen von Rainer Wekwerth

Gebundene Ausgabe 16,99€ / Kindle 13,99€

Klappentext

Mike und Kayla sind in Camp 21 gelandet. Sie kennen sich kaum 

und mögen sich noch weniger. Durch elektronische Armbänder aneinander 
gefesselt, ist es ihnen unmöglich, sich aus dem Weg zu gehen. 
Entfernen sie sich zu weit voneinander, empfangen sie über die 
Fessel quälende Schmerzimpulse. Während Kayla versucht mit der 
Situation zurechtzukommen, ahnt Mike, dass im Camp etwas nicht 
stimmt. Nach einem tödlichen Vorfall gelingt den beiden die Flucht. 
Doch dies ist erst der Anfang einer atemberaubenden Jagd, denn die 
Fesseln, die geheimen Experimente und die Liebe zueinander bilden 
für Mike und Kayla ein gefährliches Netz, aus dem es kein Entkommen 
zu geben scheint.


Meine Meinung

Das Cover ist wirklich ein Hingucker geworden. Es wirkt düster, spannend und irgendwie gleich so vertraut. 
In Kombination mit dem Klappentext wurde es einer meiner "Must-Have" für 2017 und umso größer meine Freude, als ich das Buch samt Widmung vom Autor persönlich geschickt bekommen habe. 

Camp 21 ist ein wirklich guter  Jugendthriller, der flüssig zu lesen ist. Rainer Wekwerth beschreibt die Dinge auf die es in der Geschichte ankommt, benutzt eine verständliche Sprache und durch seine authentische Buchidee kommt er wahrscheinlich bei vielen Lesern gut an. So auch bei mir...

Wir beginnen in der Geschichte mit dem Kennenlernen der Hauptprotagonisten Mike, Ricky und Kayla. Die drei landen unabhängig voneinander in einem Erziehungscamp und nachdem es dort zu Zwischenfällen mit anderen Jugendlichen und den Betreuern kommt, landen die drei im Camp 21. 
Mike absichtlich mit dem Ziel seinen Bruder Ricky wieder zu finden; Kayla unfreiwillig durch eine Verwicklung. 
Nachdem es anfangs noch den Anschein macht, dass Mike und Kayla sich überhaupt nicht mögen, müssen sie durch gemeinsame Handfesseln miteinander auskommen und entdecken dabei, dass sie sich doch nicht so unsympathisch finden. 
Der Kampf der Beiden bezogen auf die unverhältnismäßigen Erziehungsmaßnahmen im Camp 21 sorgen für Spannung und ich habe die gesamte Zeit gehofft, dass es den Beiden gelingt, die physische und psychische Gewalt im Camp aufzudecken. 

Der Handlungsstrang war über das ganze Buch plausibel und nachvollziehbar. Einzig die Liebesgeschichte von Mike und Kayla hinterlässt einen kleinen Kritikpunkt.  Irgendwie ging es mir nämlich nach ihrem anfänglichen nicht-mögen zu schnell, dass sie plötzlich verliebt waren und der jeweils Andere eine so wichtige Rolle eingenommen hat. Ja, vielleicht bin ich hier auch etwas zu streng, da ich Liebesgeschichten sowieso schon nicht so viel abgewinnen kann, aber es geht ja um meinen persönlichen Eindruck. 
Rainer Wekwerth gelingt es auf jeden Fall sehr gut die Hauptprotagonisten mit Leben zu füllen und hat dabei auch die Nebencharaktere nicht vergessen und gut ausgearbeitet. 

Das Ende des Buches ist passend und ich war mit der Auflösung zufrieden. 

Fazit 

Camp 21 besticht durch kurze Kapitel, wechselnde Perspektiven, Spannung, einem interessanten Cover, einer gut umgesetzten Idee und einem super Schreibstil. Hier und da eine kleine Schwäche, vor allem durch die flotte Liebesbeziehung zwischen Kayla und Mike, aber das sei verziehen. 


Donnerstag, 2. März 2017

[Rezension] Nachts in meinem Haus von Sabine Thiesler

Gebundene Ausgabe 19,99€ / Kindle 15,99€


Klappentext

Tom ist ein anerkannter Kunstmaler, dazu reich und glücklich verheiratet. Alles läuft perfekt für ihn. Bis eines Nachts in seinem Haus etwas Schreckliches passiert. Unter Schock flieht er in ein toskanisches Bergdorf. Doch was ihm zunächst wie das Paradies erscheint, entpuppt sich schnell als Hölle. Tom hält das Alleinsein nicht aus, fühlt sich eingesperrt und verfolgt. Als er begreift, dass er niemandem mehr vertrauen kann, auch seinen Freunden nicht, ist es zu spät: Er trifft eine verhängnisvolle Entscheidung...

Meine Meinung zum Buch 

Absolute Euphorie, als ich das Cover gesehen und den Klappentext gelesen habe. Aber leider hat die Euphorie beim Lesen schnell nachgelassen. 

Das Buch beginnt mit dem schnellen Einstieg in die eigentliche Handlung. Es wird nicht viel drum herum geredet; Charlotte soll eigentlich eine Dienstreise antreten und Tom möchte sich die Zeit ohne seine Ehefrau etwas versüßen, doch dann kommt alles anders: 
Tom erschießt Charlotte mit einer Harpune, weil er denkt, dass es sich bei ihr um einen Einbrecher handelt. Tragisch und ich war tatsächlich betroffen. 
Was dann aber passiert, hat mich als Leserin von der 1. Minute an wahnsinnig gemacht. Es passieren so viele Dinge anschließend, die ich persönlich für übertrieben fand. Angefangen von René, der plötzlich blind war vor Eifersucht, wobei ich das noch am ehesten nachvollziehen konnte. Aber die Gründe, die René Tom nennt, wieso es besser sei, die Flucht anzutreten, Toms Aufenthalt und die Geschehnisse in Italien, das alles wirkte für mich überzogen und ich habe mich häufig darüber geärgert. 

Charaktere wie Neri, Gabriela und der restliche Freundeskreis der Hauptprotagonisten waren nette kurze Bekanntschaften für den Leser, aber der eigentlichen Handlung nicht sonderlich dienlich. 
Einzig spannend fand ich die Hintergrundgeschichte zu Lucia. Wobei ich auch hier sagen muss, dass sie meiner Meinung nach nicht in die Story passte. 
Leslie ist mir von der ersten Seite an unsympathisch und ihren heuchlerischen Charakter habe ich schon früh vermutet. 
Das Ende hat mich wenig schockiert; tatsächlich passt es ja zum vorherigen nicht immer nachvollziehbaren Verlauf. 

Fazit

Wirklich schade um die Idee. Frau Thiesler hat einen super flüssigen Schreibstil und ein anderer Handlungsverlauf wäre wahrscheinlich ein großer Erfolg geworden. So aber kann ich mich nur weiter wundern über die Geschehnisse um Tom, Leslie und René. 



Dienstag, 7. Februar 2017

[Rezension] Flawed - Wie perfekt willst du sein von Cecilia Ahern

Gebundene Ausgabe 18,99€ * Kindle Edition 14,99€

Klappentext
Celestines Leben scheint perfekt: Sie ist schön, bei allen beliebt und hat einen unglaublich süßen Freund.
Doch dann handelt sie in einem entscheidenden Moment aus dem Bauch heraus. Und bricht damit alle Regeln. Sie könnte im Gefängnis landen oder gebrandmarkt werden – verurteilt als Fehlerhafte. 
Denn Fehler sind in ihrer Welt nicht erlaubt. Nichts geht über die Perfektion. Auch nicht die Menschlichkeit. Jetzt muss sie kämpfen – um ihre eigene Zukunft und um ihre große Liebe.





Meine Meinung zum (Hör-)Buch
Zugegeben: Ich habe bisher kein Buch von Cecelia Ahern gelesen oder gehört. Doch als ich hörte, dass sie nun ihren ersten All-Age-Roman rausgebracht hatte, wurde ich neugierig. Als großer Dystopie-Fan war für mich klar, dass ich das Buch auf jeden Fall lesen werde, sobald auch der 2. Teil erschienen ist. 
So war es dann auch. Nur dass ich es nicht gelesen, sondern als Hörbuch über Audible gehört habe.
 
Celestine und ihre Geschichte haben mich ab dem 1. Kapitel in Hörlaune getrieben. 11 Stunden und 31 Minuten habe ich gerne der Stimme von Merete Brettschneider gelauscht und war fasziniert, was Ahern da geschaffen hat. Eine Dystopie, die Raum für die Überprüfung der persönlichen moralischen Wertvorstellungen lässt und mich wirklich so manches mal erschrocken hat, wie nervenaufreibend die Geschichte rund um die perfekte Welt beschrieben wird. Celestine Gefühle im Umgang mit den Worten >Perfekt< oder >Fehlerhaft< sind absolut rübergekommen. Authentisch und emotional wird von der Autorin beschrieben, wie mit Fehlerhaften in der Welt umgegangen wird und warum es trotzdem nicht durchweg positiv ist, in dieser Welt eine Perfekte zu sein. Es gibt Regeln, Gesetze schonungslose Strafen, wenn ein Perfekter sich doch als fehlerhaft entpuppt und nur die kleinsten Dinge "falsch" macht. 

Das Hörbuch endet natürlich mit einem Cliffhanger und ich möchte an dieser Stelle auch nicht zu viel verraten, aber ich muss sagen, dass ziemlich schnell klar war, auf welche Seite Celestine am Ende des Buches stehen wird und auch wer sie dabei unterstützen wird. 
Trotzdem bin ich gespannt, ob es die Autorin schafft mich auch in Band 2 so mitzunehmen. 

Den Stil von Ahern mag ich in diesem 1. Teil übrigens sehr gerne. Zwar wurde es mir ja quasi vorgelesen, aber diese prägnanten Sätze, die es schaffen ganz kurz ganz viel anschaulich zu beschreiben haben wirklich Lust auf mehr von ihr gemacht. 

Insgesamt 4.5 von 5 Sternen ⭐️

Wir sind Online!

Und haben zur Begrüßung direkt mal ein eBook-Gewinnspiel für euch.
Natürlich wird in den kommenden Tagen noch hier und da gewerkelt, aber das soll euch gar nicht stören.




Zu gewinnen gibt es für euch zwei Schätze aus dem Drachenmondverlag.






1. eBook: Rebell - Gläserner Zorn von Mirjam H. Hüberli

2. eBook: Mondprinzessin von Ava Reed



Was ihr tun müsst, um dabei zu sein?

  1. Werdet Follower unseres Blogs. 
  2. Schreibt einen netten Kommentar und entscheidet euch für welches eBook ihr in den Lostopf hüpfen möchtet. 
  3. Das Gewinnspiel endet am 25.02.2017 um 20.00 Uhr. Der Gewinner wird hier auf unserem Blog verkündet. Es wird pro eBook ein Gewinner geben. 
  4. Veranstalter des Gewinnspiels ist die BlogBücherei und niemand sonst.