Dienstag, 4. Juli 2017

[Rezension] The Girl Before - Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot. von JP Delaney

Paperback 13,00€ / eBook 9,99€

Klappentext

Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich nicht allein bin. Manchmal glaube ich, dass dieses Haus mich beobachtet. Etwas muss hier geschehen sein. Etwas Schreckliches.

Nach einem Schicksalsschlag braucht Jane dringend einen Neuanfang. Daher überlegt sie nicht lange, als sie die Möglichkeit bekommt, in ein hochmodernes Haus in einem schicken Londoner Viertel einzuziehen. Sie kann ihr Glück kaum fassen, als sie dann auch noch den charismatischen Besitzer und Architekten des Hauses kennenlernt. Er scheint sich zu ihr hingezogen zu fühlen. Doch bald erfährt Jane, dass ihre Vormieterin im Haus verstarb – und ihr erschreckend ähnlich sah. Als sie versucht, der Wahrheit auf den Grund zu gehen, erlebt sie unwissentlich das Gleiche wie die Frau vor ihr: Sie lebt und liebt wie sie. Sie vertraut den gleichen Menschen. Und sie nähert sich der gleichen Gefahr.



Meine Meinung

JP Delaney schafft ab dem ersten Kapitel eine spannende Atmosphäre, sodass ich das Buch in zwei Tagen durch hatte. Getrieben von dem "Wissen wollen", was mit Emma passiert ist und wie es für Jane nach ihrem Einzug in Folgate Street 1 weiter geht.
Wir haben in diesem Buch viele gestörte Charaktere, was es nicht einfach macht, sich von Irreführungen in diesem Buch fernzuhalten. Emma und Jane, die abwechselnd ihre Geschichte erzählen, berichten beide von traumatischen Erlebnissen aus ihrer Vergangenheit, weshalb sie einem Einzug in Folgate Street 1 für gut heißen. Edward, der attraktive und kontrollsüchtige Architekt von Folgate Street 1, der ebenfalls ein traumatisches Erlebnis im Gepäck hat und dann ist da noch Simon, ein sympathisch wirkender, verlassener Mann, der alles für Emma tun würde. Keiner der Charaktere wirkte auf mich unsympathisch, sie alle haben eine Geschichte, die ich spannend und absolut stimmig für das Buch empfand. 

Zwischen Emmas und Janes wohnen in Folgate Street 1 gibt es eine zeitliche Diskrepanz. Der Stil gibt es vor, dass wir beide Geschichten abwechselnd erfahren, jedoch fast den identischen Verlauf erleben. Diese Technik macht das Buch noch spannender und sorgt dafür, dass der Leser noch mehr in den Sog von psychotischen Verhalten gezogen wird. 

Nach und nach wird der Spannungsbogen immer größer und die Geschichte um die Protagonisten erschließt sich immer mehr, bis man zuletzt tatsächlich eine Überraschung erlebt. Und das meine ich nicht nur im Hinblick darauf, wer mit Emmas Tod zu tun hat, sondern auch die Geschichte um Jane hat mich am Ende doch überrascht. 

Die wirklich stimmige Geschichte und der dazu passende gute und einfache Schreibstil sorgen für ein nettes Lesevergnügen. Zwischen den Kapiteln erwarten den Leser spannende Fragen zum selbst beantworten, die mich an diese psychologischen Tests aus Zeitschriften erinnert haben und dem Buch noch ein bisschen mehr psychothrill verliehen haben.

Fazit

JP Delaney schafft einen spannenden und lebendigen Thriller, den ich gerne zur Hand genommen habe. Hier und da vielleicht nicht perfekt, aber insgesamt sehr gut und zu empfehlen. 



Vielen Dank an den Penguin Verlag, für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares. 

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